5 Tipps aus meinen eigenen „Tiefen“ der Selbständigkeit

Dezember 19, 2014 / Durchstarten

Vor 15 Jahren, wir hatten gerade die Meisterprüfung abgelegt, beschlossen mein Partner und ich, uns mit einer Schreinerei selbständig zu machen. Er stammte ursprünglich aus dem Raum München, ich aus dem Raum Stuttgart, also trafen wir uns in der Mitte, und sind in Oberschwaben hängengeblieben.

Ohne Freunde oder Familie in der Nähe. Ohne Netzwerk. Einfach blauäugig.

Daß es trotzdem zumindest einigermaßen funktioniert hat, grenzt an ein Wunder, und ist nur durch unsere Hartnäckigkeit und unseren Einsatz und auch jahrelangen Verzicht zu erklären.

Wir waren also selbständig, und hatten auch ein paar Kunden, aber wirklich gut leben konnten wir von unserer Arbeit nicht. Eigentlich wollten wir ja vor allem Möbel bauen, aber um „über die Runden zu kommen“ fingen wir an, alles an Aufträgen anzunehmen, was wir kriegen konnten.

Ganz schleichend fingen wir auch an, unsere Arbeit zu billig anzubieten, aus Angst, den Auftrag, den wir ja so dringend benötigten, nicht zu bekommen.

Die vielen verschiedenen Arbeiten, die wir jetzt erledigten – von Haustüren über Trockenbau, Böden und Terrassen verlegen, zwischendurch mal wieder ein Möbelstück – verlangten ja sowieso schon viel zu viel Vorbereitungszeit. Weil wir uns nirgends richtig auskannten. Weil wir uns oft erst im Vorfeld informieren mussten. Weil wir nicht wussten, wer der richtige Ansprechpartner für das jeweilige Material war.

Werbung haben wir schon gemacht, aber eben nur sporadisch, nach dem „Gießkannenprinzip“. Und da das Geld immer knapp war, haben wir das Layout für Website und Flyer immer selber gemacht. Zusammengebastelt.

Die Kinder wurden größer, die finanziellen Anforderungen dadurch auch, es hat vorne und hinten nicht mehr gereicht. Also bin ich „nebenbei“ noch in Vollzeit einer Beschäftigung nachgegangen. Damit wir wenigstens mit einem festen Gehalt rechnen konnten.

Nachdem ich diesen Raubbau an meinen Kräften ein paar Jahre durchgehalten hatte, war ich körperlich und seelisch am Ende. Zum richtigen Zeitpunkt kam dann ein „Engel“ daher, der mich gefragt hat: „Wenn ihr beide das nicht schafft, wer dann ?!“

Das hat mich irgendwie wachgerüttelt. Ich begann mich zu infomieren und zu recherchieren, was wir machen, was wir verändern könnten, und habe uns kurzerhand für ein (für unsere damaligen Verhältnisse) sündhaft teures Coaching angemeldet, das wir uns eigentlich gar nicht leisten konnten.

Für uns hat sich dadurch ALLES  verändert:

Ich habe meinen Vollzeit-Job gekündigt.

Wir haben uns positioniert – wir machen nur noch Möbel.

Wir haben unseren Lieblingskunden definiert und arbeiten nur noch mit supernetten Kunden.

Wir haben ein stark polarisierendes Marketing entwickelt, das nur unsere Lieblingskunden anspricht.

Wir sind dabei, unsere Marke zu entwickeln und zu pflegen.

Unsere Arbeit macht uns endlich rundum Spass !

Ich habe parallel eine Ausbildung zum Coach absolviert, um diese Erfahrung zu teilen, und dir, wenn du in einer ähnlichen Grundsituation steckst, helfen zu können.

 

Du kannst das auch erreichen, also fang heute noch damit an, die Dinge in deinem Business von Grund auf zu verändern. Schon Kleinigkeiten werden dir auf diesem Weg dabei helfen, bessere Ergebnisse zu erzielen !

Pflege dein Netzwerk !

Das gilt für Soziale Netzwerke wie Facebook oder Xing genauso wie im richtigen Leben. Sammle Kontaktdaten, archiviere Visitenkarten, du weisst nie, wann du vielleicht genau diesen Kontakt einmal wieder brauchen kannst.

Veranstalte z.B. Events für deine Kunden, zu denen du sie mit einer ganz persönlichen Karte einladen kannst. Vielleicht gibt es in deinem Bekanntenkreis Menschen, die etwas ganz besonders gut können, und für dich und deine Kunden einen Workshop veranstalten möchten. Wichtig: hier geht es nicht um dich und deine Produkte, und noch weniger ums Verkaufen, sondern um ein besonderes Verhältnis zwischen dir und deinen Kunden und Geschäftskontakten. Wenn sich das ein oder andere daraus ergibt, dann umso besser !

Finde die richtige Nische in deinem Handwerk!

Was machst du besonders gut ? Wo bist du mit deiner ganzen Begeisterung und Feuereifer dabei ? Wo kannst du 1.000%ig hinter deiner Leistung stehen ?

Bei welcher dieser Arbeiten bleibt in deinem Geschäft am ehesten „etwas hängen“? (cash-cow)

Bei welchen deiner Arbeiten sind deine Kunden besonders begeistert ?

Mach dich zum Spezialisten auf deinem Gebiet, in deiner Region.

Wenn du das schaffst, kommen deine Kunden von ganz alleine zu dir. Und: wenn du das geschafft hast, wird sich dein Geschäft von ganz allein vergrößern.

Finde deinen Wunschkunden!

Mit welchen Kunden bist du auf einer Wellenlänge? Was haben diese Personen gemeinsam? Wenn du diese Fragen und noch einige mehr beantwortest, wirst du dir relativ schnell deinen ganz persönlichen Wunschkunden erarbeiten.

Warum macht das Sinn ?

Du brauchst nicht jeden Kunden. Du brauchst gute Kunden. Kunden, die dich und deine Arbeit wertschätzen können. Je besser du dich mit deinen Kunden verstehst, umso einfacher wird auch das Geschäftliche. Umso eher werden sie dich und dein Geschäft auch weiterempfehlen, darüber reden. Umso einfacher wird es dir auch fallen, dein Marketing ganz gezielt auf diese Kunden auszurichten, und deine Wunschkunden ganz direkt anzusprechen.

Sprich deinen Wunschkunden ganz gezielt an!

Hol dir beim Marketing lieber Hilfe von Spezialisten. Ich weiß, das kostet Geld – aber das Geld, das du in gutes Marketing investierst, kommt zu dir zurück!

Mach lieber weniger, mach es dafür gut.

Teure Zeitungsanzeigen zahlen sich für kleine Betriebe oft nicht aus, überlege, wo du deinen Wunschkunden am besten erreichen kannst. Wo hält er sich auf ? Was liest er wirklich ? Wo kannst du ihn abholen ?

Mach dein Marketing so polarisierend, daß deine Wunschkunden es lieben, und die anderen gleich zu deinem Mitbewerber gehen (mit denen willst du ja eh nicht arbeiten 😉 )

Nimm zum Beispiel unsere Handwerker-Website www.freisinn-moebel.de :

Du liebst es, oder du hasst es. Dazwischen gibt es nicht viel.

Effekt: Es rufen nur noch Kunden an, mit denen ich sofort auf einer Wellenlänge bin !

Lerne, deinen Preis zu achten!

Billig wird dich auf Dauer nicht weiterbringen. Zu billig treibt dich über kurz oder lang in die Insolvenz.

Kennst du deinen Preis ? Wenn nicht, wird es Zeit darüber nachzudenken!

Warum sollte dein Wunschkunde bereit sein, deinen Preis zu bezahlen ? Was unterscheidet dich von deinem Mitbewerber, was hebt dich von der Masse ab, wo bist du besser, anders, aussergewöhnlich ? Finde deine Besonderheiten heraus, und vergiss nicht, das auch deinem Kunden mitzuteilen!

Kannst du selbst hinter deinem Preis stehen, oder zuckst du manchmal im Kundengespräch innerlich zusammen ? Bist du dir selbst wert, einen angemessenen Ausgleich für deine Arbeit zu erhalten ?

 

Hast du auch solche oder ähnliche Erfahrungen gemacht ?

Dann freue ich mich, wenn du mir hier deinen Kommentar hinterlässt ! Natürlich kannst du mir deine persönlichen Erfahrungen auch gerne als Nachricht an tanja@blaeschke.de schicken.

Liebe Grüße

unterschrift tanja

Wenn du dich als Handwerker verändern und weiterentwickeln willst, dann freue ich mich auf deinen Anruf unter 0176 – 832 48 113 oder deine Nachricht. Ein erstes Gespräch ist selbstverständlich unverbindlich, und für dich mit keinerlei Kosten verbunden. Ich freue mich auf dich !